Wahl des Jahres 2026

Von Pro Natura gekürt:

Braunbrustigel (Erinaceus europaeus), Tier des Jahres 2026

Foto Igel © Luzia Zust

Igel brauchen naturnahe Flächen mit einem reichen Nahrungsangebot an Insekten und ein dichtes Netz von Unterschlupfmöglichkeiten. Beides ist in weiten Teilen der landwirtschaftlich genutzten Gebiete selten.

 

Deshalb lebt der stachelige Insektenfresser heute vor allem in Dörfern und Städten mit naturnahen Gärten und Parks.

 

Die Anzahl der Igel ist aber stark rückläufig:

Seit 2022 ist der Igel auf der Roten Liste der Schweiz als «potenziell gefährdet» eingestuft.

 

Deshalb ruft Pro Natura mit dem Tier des Jahres 2026 dazu auf, Gärten, Grünanlagen, Friedhöfe und Parks igelfreundlich zu gestalten und zu pflegen. 


Von BirdLife Schweiz gekürt:

Eisvogel (Alcedo atthis), Vogel des Jahres  2026

Foto Eisvogel © Markus Schuhmacher

Der wunderschön schillernde Eisvogel steht für klare Flüsse, intakte Natur und Lebensräume voller Dynamik.

Er wurde ganz knapp vor der Wasseramsel ausgewählt als Botschafter für naturnahe Fliessgewässer.

 

Der Eisvogel ist in der Schweiz selten. Es fehlen geeignete Lebensräume, weil fast alle grossen Flüsse und viele kleine Fliessgewässer in der Schweiz kanalisiert, verbaut oder eingedolt wurden.

 

Eisvögel benötigen langsam fliessende oder stehende, klare Gewässer mit kleinen Fischen.

 

Für die Jagd braucht es Sitzwarten, von denen aus die geschickten Vögel Beute erspähen können.

Hat ein Eisvogel einen Fisch entdeckt, stürzt er sich kopfüber ins Wasser, packt seine Beute mit dem langen Schnabel, taucht wieder auf und fliegt auf eine nahe Sitzwarte zurück, wo er den Fisch Kopf voran verschluckt. 

 

Mehr zum Vogel des Jahres 2026 finden Sie auf der entsprechenden Seite von BirdLife Schweiz:
2026: Eisvogel